Einfacher war es nie neue Freunde zu finden und alte Bekanntschaften wieder zu beleben. Gefangen im N
etzwerk der Internetspinne und betäubt von ihrem Gift, der Aufmerksamkeitsempfindlichkeit, taumeln tausende und abertausende Kinder, Jugendliche, Adoleszente, und Durch- bzw. Mitläufer der Midlife-Krise umher und sehen sich dem Zwang des Exhibitionismus´ ausgesetzt.
Wer teilt der bleibt. Wer nichts zeigt, der wird mit Nichtbeachtung gestraft. Und was gibt es Schlimmeres als in einem in höchster Weise ästhetischen und interaktiven Medium keine Neuigkeiten in die virtuelle Welt setzten zu können?
Für Statusjunkies und Commentjäger wohl nichts.
Für die Schreibfaulen unter uns Usern gibt es den Daumen-Button. Das gefällt...! Like, like, like, like, like, like, like.
Die Individualität ist die neue Uniformität. Alle sind gleich, weil alle anders sein wollen. Weil jeder zeigt was er kann, hat, macht und will. Und weil jeder alles kommentiert und kommentiert haben will.
Like everyone! Das gefällt...!
Es ist ja schon fast eine angesehene Krankheit. Der Internetwahn. Verhungerte Menschen in Godzillas Heimatland, weil sie Tage und Nächte online waren.
Verhungernde Menschen auch in meinem Umfeld? An Nahrung fehlt es ihnen sicher nicht in physischer Hinsicht. An Nahrung fehlt es ihnen in psychischer, in sozialer Hinsicht.
Verhungern im Überfluss? Krank durch einseitige Ernährung? Die McDonaldisierung des sozialen Lebens? Viele sind fett, satt und gelangweilt und nichts desto trotz wählen sie aus dem unglaublich reichhaltigen Angebot doch nur den BigMac.
Dieser Wahn trägt mitunter absurde Früchte.
Kontaktpflege im Netzwerk der Hippen kostet Kraft. Zumindest Zeit. Zeit die einem schmerzlich im echten Leben fehlen kann.
Wären manche dieser Leben Arbeiten, die von einem Professor bewertet würden, stände an den Rändern:
Redundanz vermeiden! Mehr Eigenleistung bitte!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen